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Donnerstag, 9. Dezember 2010

Es ist nun vorbei mit dem - vor mich hinvegetieren!

Hey meine Lieben.... ohje, sehe ich das wirklich? Habe ich seit fast zwei Monaten nichts mehr gepostet?

Wahnsinn - wie ich doch mein Leben einfach habe an mir vorbeifliegen lassen *seufz*. Ich weiß auch nicht was mit mir loswar in letzter Zeit. Aber gestern bin ich aus meinem frühzeitigen Tiefschlaf erwacht *freu*. Da ich mich noch nicht dazu aufraffen konnte ein paar Bilder hochzuladen bekommt ihr nur ein klein wenig (das wenig ist völlig untertrieben) Eindruck in meine nächtlichen Gedanken. Viel Spaß beim Lesen, wenn ihr das wirklich durchhalten könnt ^^

Mittwoch, 8. Dezember 2010

"Es ist kurz vor 22 Uhr. Ich kann nicht schlafen. Heute blieb der Fernseher mal aus und wir, mein Freund und ich, begannen mit dem MP3-Player Musik zu hören. Draußen vor dem Fenster rieselte langsam der Schnee hinab auf die dunkle Straße und erleuchtete diese.  Bald ist Weihnachten. Nicht nur die Menschen stimmen sich darauf ein, auch die Natur versucht sich langsam in Stimmung zu bringen. Eiseskälte herrscht draußen.
In mir selbst ist es nur ein wenig kalt. Ein klein wenig. Ich fühle mich verlassen. Aber nicht von einer anderen Person. Nein, ich fühle mich verlassen von mir selbst.
Erst heute am Ende dieses Jahres, fällt mir auf, dass ich ein Stück meiner selbst verloren habe. Mir ist auch bewusst, wieso. Doch ich war zu feige es einzusehen.
Die Leichtigkeit des Lebens, das einfache Streben nach Einfachheit, hat mich in ihren Bann gezogen.

Wenn ich frühmorgens aufstehe mache ich den Fernseher an. Es ist einfache Unterhaltung. Ich muss selbst nicht viel tun. Ich schminke mich fast gar nicht. Ziehe mir schnell etwas über, putze meine Zähne und packe meine Schulsachen. Selbst das Frühstück verzehre ich eher unbewusst. Nebenher läuft mein zweites Leben, das zweite Leben im TV. Ich hege die Gefühle der Protagonisten, fühle mich ihnen so nahe und bemerke nicht, wie sie anfangen mich immer mehr von mir selbst zu entfernen. Wenn ich Lust habe, laufe ich zur Schule. Doch immer öfter, vor allem bei schlechtem Wetter, nehme ich das Auto. Es ist so viel einfacher.
Meine Hausaufgaben mache ich in den Zwischenstunden, oder schreibe sie bei einem Schulkollegen ab. Das bedeutet mehr Freizeit, mehr Unterhaltung zwischen dem Bildschirm und mir. Es ist so viel unkomplizierter. Ich muss nicht stundenlang grübeln um zum Ergebnis zu kommen. Jemand anderes hat es für mich bereits getan.
Zu Hause mache ich meinen zweiten Freund an und zappe mich durch die Kanäle. Ständig nervige Hartz IV Sendungen über die ich mich nur aufrege. Doch nichts desto trotz schaue ich sie mir an. Aus Langeweile um mir mein Leben zu vergnügen. Um meines nicht leben zu müssen. Weil es zu anstrengend ist ?
Während das Programm noch läuft lege ich mich sanft in mein Bett und falle in meinen alltäglichen Mittagsschlaf. Meine Schulsachen liegen neben meinem Schreibtisch. Wäre staub blitzschnell würde er meine Schultasche übermannen.
Wenn mein Freund von seiner Arbeit kommt, weckt er mich sanft. Dann Essen wir meist zusammen und danach setzen wir uns ins Wohnzimmer und schauen unser Abendprogramm.

Ist es nicht furchtbar seinen Tag leiten zu lassen von anderen? Manipuliert von den Geschichten der Drehbuchautoren?
Wo ist mein eigenes Leben?
Ich werde immer unmotivierter, ungelenkiger, unfitter. Ich werde zu einem Zombie, einem Monster das ich selbst jeden Tag im Fernsehen im Kanal zu Gesicht bekomme und worüber ich mich beschwere.
Neben meinem Schrank liegt meine Spiegelreflexkamera die ich mir dieses Jahr zugelegt habe. Wie glücklich war ich, als ich sie auspackte und in meinen Händen hielt. Über dieses neue Hobby habe ich mich wirklich sehr gefreut. Wenn auch nur ein paar Augenblicke. Nun hat auch sie sich einen neuen Freund gesucht: Den Staub.
Hätte ich beim Kauf daran gedacht, mal als TV-Süchtling zu enden, hätte ich sicherlich gelacht. Doch jetzt wünschte ich mir ich könnte darüber lachen. Es ist wirklich ernst.
Läuft nichts mehr im Fernsehen so schaue ich mir meine Daily Soaps über den Laptop an. Ziehe mir folge für Folge, Staffel für Staffel rein und beneide all die anderen um ihren tollen, luxuriösen Lebensstil. Doch selbst tue ich nichts um auch dorthin gelangen zu können.

Ich bin nun seit geraumer Zeit, ich habe selbst die Zeit vergessen- Ich zähle die Tage-
Ich bin nun seit Donnerstag d.h. knapp einer Woche krank geschrieben. Ich hatte eine Operation – nichts schlimmes – und jetzt bin ich zu Hause, Tag für Tag. Das einzige was ich in dieser Woche gelernt habe ist – nichts.
Erst jetzt sitze ich hier, kann kein Auge zu bekommen und frage mich, wie es so enden konnte. Wie konnte ich mich selbst so gehen lassen. Mir ist klar, dass es nicht erst die eine Woche ist, die ich vor mich hin vegetiere. Es ist schon länger der Fall.
Vielleicht ist es ein Wink des Schicksals, dass ich heute einmal  mit Musik in den Ohren versuche einzuschlafen.
Denn dadurch wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass mir etwas fehlt. Es ist keine Zuneigung, es ist keine Liebe, keine Freundschaft, kein Geld – wobei das immer fehlt- Nein, es ist einzig die Macht des Denkens. Die Macht des Selbstverwirklichens. Die Macht des Ich-Seins.
Ich will durch den Schnee waten und Fotos knipsen.
Ich will durch die Welt reisen, Abenteuer erleben und Fotos knipsen.
Ich will mit Freunden einen drauf machen – und wenn ich noch dazu in der Lage bin – davon Fotos knipsen.
Und was ich ganz besonders will, was mir ganz besonders am Herzen liegt ist:
Ich will die Schule mit einem Abiturzeugnis beenden, auf das ich stolz sein kann. Das mir weitere Wege eröffnet.
Denn mir bleibt nur diese eine Chance. Ich werde älter und bequemer. Nur diese eine Chance ist mir gegeben mein Leben in die Hand zu nehmen und meine Wünsche zu erfüllen, die ich einst hegte.

Es tut gut darüber zu schreiben, mich mir selbst anzuvertrauen.

Einst sagte ein Mädchen zu mir ich würde mir immer viel vornehmen doch es niemals wirklich durchziehen. Damals dachte ich dieses Mädchen wäre nur neidisch auf das, was ich seither erreicht habe. Ich habe nicht daran gedacht, dass was sie sagte der Wahrheit entspricht. Denn meine Ausreden waren für jede Gelegenheit passend. Ich konnte Dinge wie ich wollte aufschieben. Doch jetzt ist der Zeitpunkt gekommen an dem Aufschieben keine Lösung mehr ist. Warum sollte ich die Zeit weiterhin vertreiben mit Dingen die mich verblöden, Dingen die mir meine innere Motivation nehmen. Die mich süchtig machen nach Ihnen. Dingen, die absolut banal, absolut irrelevant sind.

In ein paar Jahren würde ich gerne wieder einmal diesem Mädchen gegenüberstehen. Ich würde ihr tief in die Augen sehen wollen und mit stolz verkünden, dass all meine Träume realisiert wurden. Von mir selbst, weil ich sie selbst in die Hand genommen habe. Ich würde ihr dafür danken, dass sie mir damals die Wahrheit gesagt hat, wenn ich selbst mich immer vor ihr versteckte. Ich würde ihr dafür Danken und mich dafür entschuldigen, sie vor langer Zeit für ihre Aussage verurteilt zu haben."



Wow, ich habe wirklich viel geschrieben. Habt ihr tatsächlich alles gelesen ? Wenn ja, respekt ich bin stolz auf euch *hihi*
Vielleicht könnt ihr jetzt ein klein wenig nachvollziehen, was mit mir los war. Bitte schreibt mir doch, dass ihr auch solche Phasen habt. Und schreibt mir, dass sie auch soooo lange waren. Denn ich könnte heulen vor Wut auf mich selbst und meine Unglaubliche Trägheit.
Das hat ein Ende!!! Vielleicht kennt ihr noch ein paar Motivationstipps für die ganz miesen Rückfall-Tage?

Liebe Grüße
Eure Wieder Erwachende K. =)

2 Kommentare:

Möchte-gern Fotografin hat gesagt…

Teil I.

hey mein Engel,

da hast du wirklich bewegende Gedanken, ich hab mich sehr oft angesprochen gefühlt :/ Ob das so gut ist weiß ich nicht! Was allerdings gut ist, dass ich mitmotiviert wurde, vielen Dank für diesen Text. Du bist absolut nicht allein mit deinem Auto-Piloten-Alltag, Mein Leben ist kein Stück besser^^ Es sollte sich mal etwas Schämen *hihi*
Manchmal denk ich, solche Gedanken haben nur Menschen die denn Sinn haben eben viel und gründlich über alles Nachzudenken und der Rest der Menschheit lebt einfach ( ob sie da von sich selbst handeln oder andere für sich ihr Leben steuern lassen weiß man natürlich nicht)und ob sie glücklich damit sind ist natürlich wieder eine ganz andere Frage.
Was bei mir immer sehr gut hilft ist ein Tapetenwechsel. Ich merk es oft wenn ich daheim in meinen eigenen vier Wänden bin, bin ich sehr oft passiv, leg mich ins Bett, schau Fernsehen, les etwas. Was ich an dieser Stelle noch erwähnen muss ist das wenn ich Musik höre, werde ich motivierter, nachdenklicher und kreativer ( das hast du ja im Text auch geschrieben, ist bei dir auch so stimmts?)
Ich denke das ist so weil Musik gefühle in uns auslöst, die wir gern wieder hätten oder die uns an Zeiten zurückerinnern. Beim Tv sehen wir nur andere Leben, zwar auch mit Gefühlen aber es spricht uns noch lange nicht so 100% ig an wie die Musik die wir ja selbst toll finden und uns auf den Mp3 Player laden.

Zurück zum Tapetenwechsel: wenn ich bei Daniel bin, bin ich aktiver, koche und versuche ihn zu motivieren :) Ich weiß nicht woran es liegt, viell. kann ich dort jemand sein der ich bei mir daheim nicht bin? ich weiß es nicht.

Du solltest dich aber auch nicht selbst "down"machen Süße, du hattest so eine Zeit, auch wenn sie sehr lange war, aber irgend einen Sinn muss sie gehabt haben, sei es das dein Körper / Gehirn sich die Ruhe geholt hat die du ihm nicht geben wolltest. Es ist nicht leicht den richtigen Rhytmus zu finden, um es unserem Geist unserem Körper und unserer Seele allen gleichzeitig recht zu machen. Irgendwas bleibt immer auf der Strecke und danach sehnen wir uns.
Als ich das Buch über Indianer las, kamen die Menschen die in so einen Trance-ähnlichen Zustand versetz wurden immer in ein unbekanntes Land, einige wachten in einem Fluss auf und sahen ihr eigenes Zuhause ganz weit entfernt am Ufer ( das war dann der Fluss unserer Gedanken). Nachdem die Menschen wieder "wach" waren, erzählten Sie und die Schamanin erklärte ihnen genau was sie vernachlässigten, das ihr Leben nicht im Gleichgewicht war. Die eine Sorte Menschen vernachlässigte ihren Geist, die andere ihre Seele und die dritten ihren Körper ( also das Körperliche).
Das Buch war faszinierend und ich wünschte ich wüsste was ich vernachlässige :/ um mein inneres Gleichgewicht zu finden.

Möchte-gern Fotografin hat gesagt…

Teil II.

Ich war neulich ungelogen im Bett gelegen, keine Musik, kein Tv an. Mit einem Buch in der Hand das ich lesen wollte und habe die Augen zu gemacht, wollte kurz entspannen, ich habe in mich gehört und hörte NICHTS es gab Zeiten da hatte ich 1000Gedanken im Kopf, konnte nie abschalten und dann hörte ich NICHTS. Erst hab ich zu lachen angefangen, weil ich mir dachte: Sonst wollte ich immer das ich mal abschalten konnte und jetzt kann ich es und finde es unheimlich :D Ich dachte wirklich mit mir stimmt was nicht!? lach Total seltsam oder?
Aber es muss so sein, ich glaube wirklich unser Körper holt sich was er braucht, ob wir es wollen oder nicht :) hihi

Meine Tipps:
* Schreib mir eine sms mit den Worten: SOS Auto-Pilot hat wieder eingesetzt und ich denke mir was aus um dich aus dem Tief zu ziehen *g*

*Mehr Musik hören, auch von früher, um uns daran zu erinnern, wir sind weitergekommen in den letzten Jahren, wir haben etwas geschafft und wir können alles schaffen wenn wir es nur wollen :)

*Tagebuch schreiben bzw. Büchlein mit Zielen und Träumen. Bei meinem habe ich gemerkt das ich es nicht Zeitlich eingrenzen sollte, weil ich es dann eh nicht schaffe :/ traurig aber wahr. Aber wenn ich meine Wünsche von 2007/ 2008 oder so anschaue und sehe wieviel davon abgehackt ist, bin ich jedesmal richtig stolz und motivert mir aufs neue Auszudenken was mir WIRKLICH WICHTIG ist.

Was mir noch einfällt ist, dass wir mehr unternehmen müssen :) Ich weiß das sagen wir eigentlich immer, aber ich glaube spätestens im Mai/Juni wenn ich auch meine Wohnung habe, sitzen wir öfters mal wieder zum quatschen zusammen, auf unserem schönen Balkon *träum* *lach* dann können wir auch gern zusammen kochen usw. und du musst mich in Röthlein einweisen, schließlich kennst du dich dort aus und ich bin völlig orientierungslos :D *hihi*

Hast du eigentlich schon einige Weihnachtsgeschenke zusammen? Falls wir mal wieder zusammen in die Stadt wollen und zum tollen Coffee-Shake-Laden in der Stadtgalerie sag bescheid :) Ich hab am 16, 20, 21, 23 Dezember Zeit für dich! Immer so ab 16Uhr.

Das wär toll :)

Also meine Liebe, keep your head up high! ♥ Denn du bist so eine tolle Persönlichkeit- du hast allen Grund dazu :x

Und sag mir bescheid wann du Zeit für mich hast :)

luv u sooooooo much, drück dich ganz fest! kussi